Abschied: undogmatisch geht offline

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Liebe Leserinnen,

vor knapp 6 Jahren haben wir diesen Blog ins Leben gerufen. Wir wollten eine Plattform schaffen, auf der undogmatisch diskutiert werden kann. Er war die nächste Stufe unserer Diskussionen am Küchentisch unserer 7-köpfigen Wohngemeinschaft. Wir haben angefangen regelmäßig politische Kommentare und Texte zu veröffentlichen. Im Laufe der Zeit, haben wir immer mehr Zeit, Energie und Geld in das Projekt investiert, um es so gut wie möglich umzusetzen und eine hohe Qualität zu gewährleisten. Schaut man auf frühe Beiträge zurück und vergleicht sie mit neueren, sieht bzw. liest man unsere Entwicklung im Schreiben.  

Nach dem Abschluss unseres Studiums, der einsetzenden Lohnarbeit, anderen Projekten, Interessen und Beziehungen fiel es uns immer schwerer unserem eigenen Anspruch gerecht zu werden. Wir reagierten mit einer Fokussierung unserer Themen auf Sozialpolitik, EU, Migration und Israel. Feldern, auf denen wir uns gut auskennen und von denen wir erwarteten, einfacher qualitativ hochwertige Texte produzieren zu können. Schließlich reduzierten wir die Frequenz unserer Beiträge. Es half allerdings alles nichts. Wir kamen mit dem Schreiben nicht hinterher und zusätzlich frustrierten uns die geringen Zugriffszahlen. 

Wir haben uns entschlossen, das Projekt undogmatisch zu beenden. Das Internet vergisst ja angeblich nichts, also wird auch dieser Blog weiter durch das Netz mäandern. In naher Zukunft werden wir ihn aber abschalten. Als Vermächtnis, Protokoll und Dokumentation unserer jahrelangen Arbeit, haben wir ein Buch zusammengestellt aus Artikeln, die für uns die Quintessenz unseres Blogs darstellen. Unter dem Stichwort Analysen der Gegenwart versuchen wir dieses Buch zu veröffentlichen und sind gerade auf der Suche nach einem Verlag. Mit dem Blog werden wir auch unseren Podcast einstellen, dort gibt es eine kurze Abschiedsfolge. Die Folgen bleiben aber vorerst online weiter hörbar. 

Wir möchten uns an dieser Stelle sehr herzlich bei all den Menschen bedanken, die uns auf diesem Weg begleitet haben. Unsere Partnerinnen, die uns mit Geduld und Rat zur Seite standen. Ebenso den vielen Kommentatoren unserer Artikel und insbesondere den vielen Gastautor_innen, die uns ihre Texte anvertraut haben und mit denen wir gerne zusammenarbeiteten. Vielen Dank für Eure Vertrauen, Eure Texte und Eure Hilfe bei diesem Projekt.

Für alle, die uns weiter – in anderem Kontext – begleiten wollen, können dies entweder auf Jans Blog: papierlos-studieren.de tun sowie auf Sebastians Experiment ein-hausmann.de. Außerdem würden wir uns freuen, wenn ihr mal bei unserem neuen Podcast „Was wir noch sagen wollten“ reinhört. Hier sprechen wir über alles und nichts, aber schön nacheinander. 

Habt vielen Dank für Eure Treue und macht’s besser! 

Jan & Sebastian.

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