Clash of Civilisations oder die Kulturalisierung sozialer Konflikte? [Re-Post]

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Vor knapp 3 Jahren veröffentlichten wir den nachfolgenden Beitrag. Zwar haben sich die Akteure teilweise geändert, die dem Artikel zugrunde liegende These ist für uns aber immer noch aktuell. Sind wir mitten in einem Kulturkampf oder werden Kulturen genutzt, um soziale Kämpfe zu maskieren?

Wir werden bedroht, ganz akut. Mit ISIS und den anderen Islamofaschisten stehen feindliche Kräfte vor unserer Tür und in unserem Haus und sie wollen uns ans Leder.

Denkfiguren und Stereotype

Die These vom Aufeinanderprallen der Kulturen ist wieder in aller Munde. Jetzt ist es nicht mehr, der Islam gegen den Westen, sondern es geht nun um die Islamisierung des Abendlandes, oder um die Abwehr des Islamofaschismus. Dabei geht es oft um die Fremden, die da kommen und jeder weiß ja, dass die Krankheiten einschleppen und klauen und mit unseren Frauen wer weiß was machen werden. Solche Denkfiguren sind weiter verbreitet als man sich, vor allem in den politischen und liberalen intellektuellen Klassen, eingestehen will. So scheint es, dass es bei unseren Problemen, um einen Konflikt zwischen Islam und westlichen Werten geht, die oft säkular, oft christlich gefärbt werden. Mit westlichen Werten sind die Normen gemeint nach denen man vorrangig in Westeuropa und Nordamerika lebt (obwohl es auch hier große kulturelle Unterschiede gibt) und unter Islam wird bei uns alles homogenisiert, was sich der islamischen Tradition zugehörig erklärt oder erklärt wird. Die meisten Unterschiede zwischen Strömungen und Ansichten innerhalb der islamischen Traditionen werden von uns eingeebnet, damit wir einen einfachen Begriff vom Islam haben können, der als fremd und nicht zu uns gehörig entworfen und verbreitet werden kann. In sogenannten islamischen Ländern sieht es mit der Homogenisierung und Vereinfachung des Westens ganz ähnlich aus.

Soweit alles bekannt, brauchen wir also noch mehr Plattitüden? Nein, natürlich nicht. Hier geht es um einen anderen Aspekt, der in der Debatte noch viel zu selten aufgetaucht ist.

Aufgabe von Politik

Innerstaatliche Probleme, vor allem Konflikte zwischen unterschiedlichen Interessengruppen müssen geregelt und moderiert werden. Beispielsweise gibt es eine Gruppe von Menschen, die Kulturprodukte (Musik, Filme, Theater etc.) dauerhaft mit geringen monatlichen Zahlungen in Anspruch nehmen wollen (Kulturflatrate). Auf der anderen Seite gibt es die Interessen der Produzenten dieser Produkte, die diese einzeln verkaufen möchten. Diese entgegengesetzten Interessen sind formuliert legitime Interessen unterschiedlicher Gruppen in der Bundesrepublik. Politik sollte unter anderem dazu dienen, diesen Konflikt zu kanalisieren und zwischen den Gruppen zu vermitteln.Um solche Konflikte einzuhegen kann sich Politik unterschiedlicher Methoden bedienen.

Dialog der Kulturen oder Kulturen sprechen nicht

Ein weiteres Beispiel und darum dreht sich dieser Artikel, ist der vor fast 15 Jahren begonnene, von UN und EU sogenannte, Dialog der Kulturen. Dieser Dialog wurde ausgerufen und schlägt sich seither nieder in Programmen, die zum interkulturellen Austausch anregen sollen oder explizit aufrufen, Konflikte unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen mit verschiedenen Kulturen im Dialog zu lösen oder zu mindern. Grundlage dabei ist, dass die Kultur des jeweils anderen das Problem ist.

In seinem Buch Kulturen sprechen nicht untersucht der Autor Frank-Olaf Radtke die inhärenten Prämissen des Dialogs der Kulturen. Eine entscheidende Grundlage führt uns zurück zur Überschrift. Sie besagt, dass es den Clash of Civilisations gibt und wir nur versuchen können ihn zu moderieren und abzumildern.

Der Untergang des Abendlandes?!

Doch was ist dieser Clash of Civilisations und sein Gegenstück, der Dialog der Kulturen? Die These des Clashs’ besagt, dass es verschiedenen Kulturen gibt (u.a. die Westliche, die Islamische, die Asiatische etc.) und diese zwangsläufig aufeinanderprallen – allen voran die islamische und westliche. Soweit so einleuchtend, so einfach – zu einfach? Ich glaube schon, denn das Großkonzept einer westlichen Kultur ist problematisch, schaut man sich die vielen Unterschiede zwischen US-Amerikanern, Franzosen, Briten und Deutschen an.

Doch was haben der Clash of Civilisation und seine Entsprechung, der Dialog der Kulturen, mit sozialen Problemen zu tun? Eine ganze Menge. Betrachtet man sich die Debatte und die sogenannte Bewegung PEGIDA wird schnell klar, dass es sich hier eigentlich um eine Gruppe weißer Männer im mittleren Alter handelt, die sich um ihre Stellung und ihre Privilegien sorgt. Dabei geht es ihnen nicht um einen europäischen Rahmen, sondern genau betrachtet um eine nationale Abwehr von als Eindringlingen empfundenen Menschen. Diese Menschen werden oft dem Islam zugeschrieben und für PEGIDA Anhänger scheinen damit definierte Merkmale und Eigenschaften einherzugehen. Grundlegend dabei ist außerdem, dass Islam prinzipiell gleichbedeutend ist mit Formen des sogenannten politischen Islam, vor allem Al-Qaida, An-Nusra Front, ISIS und und und.

PEGIDA, ISIS, aber auch die Salafistenpolizei aus dem Westen der Republik haben eine ganze Menge gemein. Sie bedingen quasi einander.

Salafistische Gruppen und solche wie PEGIDA, als auch HoGeSa werden getragen von jungen Männern bzw. Männern im mittleren Alter. Die einen sind eher weniger gebildet, haben oft keine oder niedrige Arbeit (Salafisten, HoGeSa), die anderen sind gut ausgebildet und gehören zumeist der Mittelschicht an (PEGIDA). Wie nun HoGeSa und PEGIDA zusammenkommen ist recht einfach, betrachtet man sich die ökonomische Seite des Problems. HoGeSa und PEGIDA haben Angst um ihre Stellung oder Arbeitsplätze, sie können oder wollen den ökonomischen Druck nicht direkt adressieren und verdrängen Marktmechanismen, d.h. sie sehen nicht, wie die kapitalistische Wirtschaft funktioniert und damit nicht, welche Stellung sie inne haben (oder sie tun es, das Ergebnis bleibt das gleiche). Die Angst vor dem Verlust ihrer Privilegien als weiße männliche Mittelständler bzw. als weiße Männer treibt sie dazu mit dem Fremden zu argwöhnen. Diese Anderen, diese Muslime, sind schlimm: sie töten, vergewaltigen, können keine Demokraten sein, sie sind das Gegenteil von uns, den Europäern. Daher auch die Abgrenzung zu ökonomisch gleichgestellten (HoGeSa und Salafisten), da ich letztere nun für das Übel in meiner Gesellschaft verantwortlichen machen kann. Dazu muss ich auch mein eigentliches Interesse nicht begreifen und/oder, nicht öffentlichen machen: die Angst um Privilegien weißer Männer in der bundesdeutschen Gesellschaft.

Kulturalisierung sozialer Konflikte

Soziale Konflikte werden kurzerhand kulturalisiert und damit einer sachlichen Kritik entzogen. Denn Kulturen kann man kritisieren, man kann mit ihnen sogar in einen Dialog treten, doch ändern kann man sie angeblich nicht. Damit können auch Menschen, die dieser Kultur angehören sich nicht verändern und wir können ihnen (und sie uns) unveränderliche Merkmale zuschreiben. So einfach geht das und es muss uns nicht mal bewusst sein.

Wer wir sind, weiß ich im Übrigen nicht. Ich weiß aber, dass es massive Probleme gibt in vielen Ländern dieser Welt und sehr viele in solche, die wir islamisch nennen. Ich weiß auch, dass ich nicht im Einflussgebiet von ISIS leben möchte und dies niemandem wünsche!

Diese grausamen Tatsachen, die wir beobachten können, ändern allerdings nichts an der Tatsache, dass wir genau diese Bilder evozieren und benutzen, um in Deutschland soziale Konflikte, die ihre Ursachen in den kapitalistischen Verhältnissen haben, zu kulturalisieren und damit zu überdecken.

Bleiben am Ende dieses Gedanken noch ein paar Fragen. Wem nützt dieses Verdecken von sozialen Problemlagen? Warum beteiligt sich der Staat und seine Agenten an der Kulturalisierung soziale Konflikte und welche Interessen haben diese Akteure?

3 KOMMENTARE

  1. Gibt es auf diesem Feld nicht wie so oft ein klares begriffliches Oppositionspaar?

    ´Kultur´ vs ´Unkultur´ …

    ´ K u l t u r ´ = Struktur, Charakter & materielles wie geistiges Produkt-Gefüge von Lebensweisen mit rundum gedeihlicher & differenzierter Qualitäts-Entwicklung, so möchte ich den Begriff einmal umreißen.
    ´ U n k u l t u r ´ = die heuchlerische Konterkarierung dessen, was gedeihliche & gedanklich wie real gut ausdifferenzierte Lebensweisen wären, sie jedoch in Verächtlichkeit & Zerstörung abkippen lässt.

    Alles Verschiedene schwingt zwischen Anziehungs- & Abstoßungen-Effekten.
    Alle Veränderung verändert unterschiedlich gravierend die vertrauten Anziehungs- & Abstoßungsgefüge.
    Darüber entstehen für die mit den Spielräumen (Verlustängste überlagernd) Lust & Perspektive, für die Eingeschränkteren Unbehagen und Ungeborgenheit.
    Und es entstehen Ratlosigkeiten.

    Beides verführt zu Alibi-Diskursen. Sie haben wir in Umbruchszeiten wie den unseren zuhauf.

    Fatalerweise liegt damit für die Monopolisierungs-Fetischisten dieser Erde ein Manipulations-Potential bereit, um nicht zu sagen, man hat es angerichtet und betreibt das weiter.
    Dieses kann und soll wohl auch bewirken, dass die Spielraum-Zuwächse auf Seiten der Strippenzieher/innen und ihrer Trittbrettfahrer/innen möglichst uneingeschränkt weiter wachsen…

    Insofern ja – der Artikel-Gedankengang stimmt:
    Mit dem Kultur-Disput werden Problemlagen überspielend ausgeblendet. Aber noch weit mehr und andere Problemlagen als ´nur´ die sozialen !

    Menschen verlieren den Tritt. Überall auf der Welt…
    Was ihnen und ihren Bezugsgesellschaften einmal Kultur war, also gedeihliche Lebensweise und Orientiertheit im Fluss so oder so sich entwickelnder Horizonte in den je regionalen wie gleichzeitig zeitalterspezifisch weltbezüglichen Lebensgefügen – , das verschwimmt ihnen über den verwirrenden Strippenzieherei-Spielen, in die sich zunehmend alle verirren …

    – Die Bedeutung von Beziehungsgefügen verändert sich u.a. etwa mit den abstrakten Begegnungsformen des Smartphones, dessen Werkzewug-Charakter uns Potentiale verschafft, über deren Wirkmächtigkeit wir uns jedoch selbst und alle anderen uns täuschen…

    – z.T. immense Scheinheiligkeiten dominiern das Selbstverständnis von Gemeinwesens- wie von Bündnis-Gesellschaften mit nahezu täglich neuen Vernebelungen …

    – Wer hat noch ein halbwegs klar unterscheidendes Gespür für das, was Religion, Philosophie, Wissenschaft, Musik, Literatur, bildende Kunst kulturspezifisch wie im Wege kultureller Außenbegegnungen in Dialogen zu halten vermag – uns Spiegel anbietend, in denen wir für uns selbst wie einander kenntlich zu bleiben oder – dem allem antwortend – jeweils auf neue Weise kenntlich zu werden vermögen…

    Nirgendwo ´clashen´ da Zivilisationen/Kulturen !

    Der militärisch-industrielle Komplex der USA etwa clasht große Teile der Welt – der Großteil der us-amerikanischen Bevölkerung ist meist außerstande, davon etwas wahrzunehmen.

    Die Regierungen des transatlantischen´Westens´ clashen´ mal mehr mal weniger mit, weil sie sonst nichts Lebensstandard-Gedeihliches gewährleisten zu können glauben …

    Niemand kriegt die Jahrhunderte exzessivst verfolgten Macht-Mantren aus dem Kopf, die verkünden, ohne `Einfluss´ in der Welt nichts als Bedeutungslosigkeit …!

    Welch ein Irrsinn ! Unkultur im Wortsinn…

    Gewinnen wir uns endlich unsere Souveränität als denkende wie handelnde Menschen zurück, die sich auf ihre souverän kooperativen Potentiale besinnen… !!

    • Erstmal: Danke für das grundsätzliche Zustimmen zur Idee des Artikels. Das ist etwas, was ich in der letzten Zeit beobachtet habe. Bei Kultur, wäre das klassische Gegenstück die Natur. So kenne ich es: Natur vs. Kultur. Dabei besteht Kultur aus den Dingen, die die Menschen geschaffen haben, um sich von ihrer natürlichen (im Wortsinne) Herkunft abzugrenzen. Deine Einteilung in Kultur und Unkultur, wobei ersteres etwas gutes sein muss finde ich schwierig, denn wer definiert „gut“ und „gedeihlich“? Da sind wir beim Problem: Für einige ist es gedeihlich und gut, wenn Menschen nach ihrer Hautfarbe sortiert Leben. Das halte ich für großen Blödsinn. Deshalb kann ich dir bei deiner Einteilung nicht wirklich folgen.
      Zustimmen würde ich dir, dass es massive Scheinheiligkeiten gibt in unserer und allen anderen Gesellschaften. Die Frage ist, woher kommt das? Und noch schlimmer: Brauchen wir diese Nebenkerzen, um überhaupt gemeinsam leben zu können? Ich weiß es nicht, aber es sind m.E. Wichtige Fragen, die du da aufbringst.
      Das Problem auf den militärisch-industriellen Komplex der USA zu reduzieren greift mir aber ehrlich gesagt zu kurz. Selbstverständlich dominiert die USA wirtschaftlich und militärisch noch große Teil der Welt und Europa bzw. „der Westen“ mischen damit, um ihre wirtschaftlichen Interessen zu verteidigen und Macht auszubauen. Allerdings sollten wir weder Russland, noch China oder Staaten aus dem Nahen und Mittleren Osten vergessen: Regional Ist der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und Iran ziemlich brisant, beide verteidigen da ihre Interessen mit Krieg und auch der Finanzierung von Terrorismus. China, aber auch Indien akkumulieren immer mehr wirtschaftliche Macht, da sie wachsen und wachsen. Das bringt so einiges mit sich. Ich würde daher sagen: Das globale System des staatlichen Miteinanders ist gestört. Und von daher würde ich dir bei deiner Forderung zustimmen, dass wir unsere „Souveränität als denkende und handelnde Menschen zurückgewinnen, die sich auf ihre kooperativen Potentiale besinnen“. Danke also für deinen Kommentar. / Sebastian.

      • Das Gegensatzpaar Natur-Kultur, Sebastian, trifft in meinen Augen das von Dir zurecht aufgeworfene Problem der Instrumentalisierung kultureller Unterschiede & Konfliktträchtigkeiten zur Vernebelung von sozialen Machtfragen ja eben gerade eher nicht, weshalb mir sofort das andere in den Sinn kam…
        – – – ganz abgesehen davon, dass mit dem Gegensatzpaar Natur-Kultur ja sehr wohl kritische Wertungen dieser oder jener Positiionierung gegenüber dem jeweils ´Anderen´ in der Welt sind…
        ´Abgrenzung von der natürlichen Herkunft´ kann schließlich auf sehr verschiedenen Weise geschehen und intendiert sein – Mit- wie Gegeneinander inbegriffen, mal klar und ausgewogen, mal die eigentlichen Diskrepanzen (im Sinne dieser oder jener Profiteure) vernebelnd ….

        Der von mir als kultureller Kennzeichnungs-Begriff verwandte Ausdruck ´gedeihlich´ bezieht sich im übrigen ja gerade auf den natürlichen Kontext, ´ i n dem´, nicht nur ´v o n dem her´ Menschen ihr Leben gestalten.

        Wo Kulturen sich anschicken, das Antlitz ihrer Nachbarschaften, gar des Planeten im Gestus naturgewaltlicher Notwendigkeit gewaltsam umzustülpen, verfehlen sie das Gedeihlichkeitsprinzip, das zwischen sämtlichen Spezies unserer Erde gilt …: Solcherweise mutieren Kulturen zu Unkulturen – – so jedenfalls mein Wahrnehmungshorizont…

        Dein Widerstand gegen den Begriffs-Gegensatz Kultur-Unkultur, mit dem der berühmte, von Dir im Titel aufgenommene ´clash of civilisations´ in meinen Augen sogar aufs Extremste operiert (!), richtet sich nicht nur gegen die von Dir angesprochene Instrumentalisierung von Kulturen gegen Menschen:

        Wo Kulturen im Sinne von Huntington ´aufeinanderprallen´, geht das doch nur über den wechselseitigen Unkultur-Vorwurf bzw. die Vorstellung, da müssten Vor- & Nachrangigkeiten ausgefochten werden…

        Und was will jemand mit einer solchen Aufeinanderprallens-These?

        Doch ganz offenbar die Ablenkung und Abziehung gesellschaftlicher Kräfte weg vom Sozialen, ja im eigentlichen Sinne Kulturellen, hin zum letztlich auch sogar innergesellschaftlich Kriegerischen !

        Die Huntington-These, gegen deren innergesellschaftliche Anwendung vor allem Du Dich wendest, kommt nun einmal aus den USA. Sie hat ihren Kontext in der Politik dieser seit 1990 einzigen ebenso arroganz- wie angstgetriebenen Hegemonialmacht.
        Die Politik der USA gegenüber der islamischen Welt hat Destabilisierungen erzeugt, die unzählige kulturelle Entgleisungen haben entstehen lassen – nicht nur unter den Muslimen im übrigen: die ´christliche Welt´ erbaubt sich da in aufgipfelnder Fortsetzung seit mehr als 500 Jahren ein Dominanzgebaren, das sich mit dem von ISIS &Co durchaus messen lassen muss, denke ich…
        – – Und: über dem, was einmal spezifische US-/… Kultur war, ins Unkenntliche und Ungreifbare verweht…

        Nur deshalb bin ich so fokussiert auf die USA und deren Eingeschworenheit auf den ´militärisch-industriellen Komplex´(Eisenhower 1959) zu sprechen gekommen.
         
        Dass auch andere Machtpolitik oft und oft schäbigster Art betreiben, entspringt, soweit ich es sehen kann, weder einem jeweiligen Kulturkampf-Horizont, noch operieren andere Dominanzmächte bei sich im Innern mit einer vergleichbaren (! – was eigene Kulturalisierungen nicht ausschließt (!)) Kulturalisierung sozialer Konflikte infolge aus dem Ruder laufender u.a. kapitalistischer Praktiken…
         

        Vernebelnde Scheinheiligkeiten sind ganz generell allerorten im Spiel, wo immer Kulturen sich in Phasen und Praktiken von Unkultur verirrt haben, gerade verirren oder nicht mehr herausfinden…
        Erst wo die Bewohner/innen von Region X,Y,Z sich jeweils neu besinnen auf all die Denkansätze und Austauschweisen, von denen aus mit Bezug auf regionale Bedingungsgefüge Gedeihlichkeits-Impulse entwickelt wurden, die z.T. hochfaszinierende Wirksamkeitspotentiale hervorgebracht haben, werden wir das Starren auf Störungen in den Beziehungsefügen dieser Welt hinter uns lassen können.

        Schritt 1: machen wir uns ehrlich … !!!

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