Post für… Martin Schulz

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Lieber Martin Schulz,

tuuut, tuuut, hören Sie Ihren sogenannten Schulzzug noch? Ich auch nicht. Und wissen Sie wieso meine Autokorrektur aus Schulzzug Schuhzeug macht? Ich auch nicht. Aber es passt. Ihre schnelle Eisenbahn hat sie scheinbar stehengelassen und nun geht es zu Fuß weiter.

Vielleicht wundern Sie sich, warum die SPD wieder auf Kurs zu einer Wahlniederlage ist? Ich nicht wirklich und ich verrate Ihnen wieso: Sie glauben immer noch die Partei der sozialen Gerechtigkeit zu sein. Sie gehen dorthin wo es weh tut und stellen sich den Vorwürfen. Meinetwegen. Doch viele Menschen kaufen Ihnen die soziale Gerechtigkeit nicht ab, vor allem wegen der Hartz-Gesetze unter dem SPD-Kanzler Gerhard Schröder.

Was hilft?

Da hilfts auch nicht, sich für eine aussterbende Industrie wie dem Kohlebergbau einzusetzen, sie sollten lieber zusehen, dass die Kumpel nach Schließung der Zechen wieder andere Arbeit finden oder – besser – sich anständig zur Ruhe setzen können, denn untertage haben sie lange hart geschufftet, damit auch Sie es warm haben. Damit wären wir beim Thema Rente. Lassen wir es lieber.

Sie merken, es geht um die Gefühle der Menschen, um das, was viele mit der SPD verbinden. Und das ist nicht mehr der Einsatz für einfache Leute, für die Arbeiterschicht. Es ist eher Hartz 4 und vor allem die Unmenschlichkeiten, die damit zusammenhängen. Deshalb ist die SPD nicht mal bei fast Vollbeschäftigung auf dem aufsteigenden Ast.

Heute konnte ich leider nicht so ironisch sein, wie ich es wollte, aber ich war ehrlich. Ich denke, das bringt Ihnen gerade mehr. Nützen wird es nicht, aber aussprechen musste ich es mal.

Ihr

Ernst Bissiger

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