Post für… Elke Twesten

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Liebe Frau Twesten,

gestern bin ich mit dem Zug durch Niedersachsen gefahren und musste an Sie denken. Momentan hacken ja all Ihre alten Freunde auf Sie ein, nur weil Sie die Fraktion wechseln. Ich sage: Herzlichen Glückwunsch, dass Ihre Chancen gestiegen sind, Ihren Beruf als Politikerin nicht an den Nagel hängen zu müssen, wegen so etwas niederträchtigem wie innerparteilicher Demokratie. 

Grüne oder CDU – ist doch einerlei, nicht? Also ich verstehe das nicht so recht, Sie wahrscheinlich auch nicht. Und fragen Sie mal bei Boris Palmer nach.

Was Sie mir bei Gelegenheit noch erklären müssten wäre nur, ob Sie eigentlich noch dieselben Positionen wie vorher vertreten? Oder wechseln Sie Ihre Anschauung nun gleich mit? Ist das sozusagen Teil des Deals? 

Dem nächsten, der über Parteien schimpft werde ich widersprechen und sage: Schau, Frau Twesten konnte von den Grünen zur CDU, die sind also offen und tolerant. Nur das mit den Überzeugungen wird schwierig, aber wer braucht die schon, wenn es um einen Versorgungsposten geht. Sie verstehen schon, meine Liebe.
Viel Erfolg!

Ihr Ernst Bissinger

1 KOMMENTAR

  1. In seiner Rede vom 10. August prangerte Ministerpräsident Weil vor dem versammelten Landtag Niedersachsens das Verhalten von Frau Twesten erneut an und zitierte sie. Im September 2016 verkündete sie noch vollmundig, ihre Ziele nur mit den Grünen umsetzen zu können, doch dann kam Silvester, ein Neujahrsvorsatz und ein Mix aus Politik und wehen mit dem Wind. Wer nicht mit der Zeit geht, der muss mit der Zeit gehen. Doch worum geht es wirklich? Hat sich ihr tatsächlicher Standpunkt geändert oder nur ihr Parteibuch? Parteiwechsel sind legitim, im Fall Niedersachsens allerdings mehr als pikant. Der Wahlkampf hat schon längst begonnen. Sei es die Abstimmung zur Gleichgeschlechtlichen Ehe oder das Kippen der Regierungskoalition in Niedersachsen? Und VW? Störfeuer. Wer glaubt, dass Weils Vorgänger, McAllister, keine VW-Kette um den Hals trug kann jetzt gerne aufschreien. Alles Kalkül also oder der Beweis dafür, dass die Grünen mit jedem können? Vielleicht?

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