Update: Norman G. Finkelstein in Halle

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Ich berichtete davon, dass ich mich nicht traute, zu Norman Finkelsteins Vortrag zu gehen. Vielleicht auch, weil ich dachte, ich kann ja noch nächste Woche mit ihm streiten.

Ich erhielt die Einladung zu beiden Veranstaltungen über den Newsletter einer Institutsgruppe der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Darin war auch der Termin für gestern, Montag, drin. Ich meldete mich für beide Veranstaltungen an und erhielt von der zuständigen Person eine Bestätigung . Auf undogmatisch wollte ich von diesem Seminar zum Thema Gaza berichten, denn hier hätte Zündstoff liegen können.

Nach dem Protest gegen seinen letzten Auftritt hörte ich aber nichts mehr. Deshalb dachte ich, ok, abgesagt ist es nicht. Es bleibt spannend. Sonntag spät abends, öffne ich meine Mails und sehe eine E-Mail des Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle. Eine Absage.

Sie schrieben es tue Ihnen leid, es gäbe da wohl ein Missverständnis. Der Workshop ist für Mitarbeiter_innen gedacht, vor allem zur Diskussion mit Doktoranden und Post-Doktoranden, die am MPI ihre Arbeiten verfassen. Heißt also, ich darf nicht kommen.

Es ist schon erstaunlich, das letzte Mal, habe ich mich selbst abgehalten einen Vortrag von diesem Mann zu hören. Nun werde ich davon abgehalten von anderen und es stört mich deutlich mehr.

Diese Streitigkeiten und das explosive Potential was Finkelstein anscheinend anhaftet, brachte mich dazu, zu recherchieren. Das werde ich noch eine Weile machen, um ein Porträt dieses umstrittenen Akademikers zu schreiben.

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